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Projektwoche 2011

Abenteuer Zeitreise

In der Gorch-Fock-Schule, einer Ganztagsschule in Bremerhaven, wurde vom 04. bis 08. April 2011 eine Zeitreise in Form eines Projektes unternommen.

Die Kinder haben sich in altersgemischten Gruppen mit historischen Themen befasst. Dabei wurde versucht, ihnen historisches Denken und Geschichtsbewusstsein zu vermitteln. Die Kinder haben den gesamten Spannungsbogen, begonnen mit der Entstehung der Erde, über die Entwicklung der Tiere und Menschen, bis in die Neuzeit und darüber hinaus erfahren.



Folgende Projekte standen zur Wahl:

Kleidung im Wandel der Zeit

Die Kinder haben gelernt, dass in unseren Gebieten schon die Neandertaler gelebt haben. Auch die Chauken und Römer waren hier ansässig. Das konnten sie bei einem Besuch im Historischen Museum noch einmal bestätigt bekommen.

Mit großem Eifer machten sie sich daran, für diese Völkergruppen Gewandungen herzustellen. Felle für die Steinzeitmenschen wurden geschnitten und geklebt, die Kleidung für die Chauken, Tuniken und Hose, mit der Hand genäht. Für die Stolen der Römerinnen fertigten sie verzierte Fibeln an und drehten Kordeln, die als Gürtel dienten. Auch die Schuhe, Fellstiefel und Schnabelschuhe und römische Sandalen aus Leder, stellten sie selbst her.

Am Ende der Projektwoche präsentierten sie stolz ihre Ergebnisse auf einer Modenschau.



Wir reisen in die Welt der Pferde

Am ersten Tag haben wir unsere eigenen Erlebnisse mit Pferden ausgetauscht, haben etwas über das Urpferdchen gelernt, das vor 50 Millionen Jahren lebte, haben Mappen erstellt und in der Turnhalle Pferdespiele gespielt.

Am zweiten Tag haben wir uns das Bilderbuch „Alles über Pferde“ angeschaut, haben uns wichtige „Pferdewörter“ aufgeschrieben, haben wieder in der Turnhalle Pferdespiele gespielt und zur Wiederholung ein Pferdequiz beantwortet.

Am Mittwoch haben wir gelernt was voltigieren ist, haben den Körperbau des Pferdes durchgenommen und über die Nahrung gesprochen. Pferdespiele und Quiz schlossen sich an.

Am Donnerstag haben wir etwas über die Geburt eines Pferdes erfahren und Verwandte der Pferde kennengelernt und wir haben begonnen, Plakate zu erstellen.

Am Freitag haben wir etwas über Pferdefarben erfahren. Danach sind wir mit dem Bus nach Leherheide in den Reitstall gefahren. Dort durften wir uns alles anschauen und sogar ein Pony striegeln. Wieder in der Schule wurden die Plakate fertiggestellt.

Nachmittags: Reiterutensilien, Futtermittel, Spielzeugpferde, Plakate, Bücher und Mappen wurden ausgestellt. Im Nebenraum gab es einen Steckenpferdparcours. Als Höhepunkt konnte man an einem schwierigen Pferdequiz teilnehmen und einen von drei Gutscheinen für eine geführte Reitstunde gewinnen.



Am Anfang war das Feuer

Eine Reise durch die Zeit begleitet durch das Feuer…

Feuer und Flamme entzünden bei Kindern ein brennendes Interesse für die Welt. So widmete sich das Projekt dem Feuer und reiste auf dessen Spuren durch die Zeit. Anfangs ging es um die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten, über die Bedeutung des Feuers in der Steinzeit mit Höhlenmalerei und einem Besuch im Universum in Bremen zur Evolution hin zu unterschiedlichen Methoden des „Feuermachens“ ohne Feuerzeug & Co.

Täglich begleitete uns der Bau an einem Lehmofen. Zuerst haben wir den Ton zerkleinert, gewässert und mit Stroh vermengt. Am nächsten Tag suchten wir Weide und fertigten Weidenruten als Baumaterial für das Gerüst der Kuppel an. Der nächste Arbeitsschritt bestand in dem Abmagern des Tons mit Sand zu Lehm. Nun bauten wir das Fundament des Ofens aus Ziegeln und Schamottesteinen. Darauf wurde das Gerüst für die Kuppel und den Schornstein aus Weide geflochten und mit Lehm verputzt. Mit Wasser und vielen flinken Händen glätteten wir unseren Ofen. Sofort feuerten wir ihn zum austrocknen an und verstrichen immer wieder entstehende Trockenrisse.

Zur Projektpräsentation backten wir bereits Stockbrot in dem selbstgebauten Ofen.

Als kleines Nebenprodukt kreierten wir rauchende Feuermonster nach dem gleichen Bauprinzip.

in der Bücherei
in der Bücherei



Ritter und Burgfräulein

Jeder Tag begann zunächst mit einem gemeinsamen Rittermahl, bei dem insbesondere am Freitag mal so richtig mittelalterlich gegessen werden durfte. Es gab, wie bei den Rittern üblich, Fleisch (wegen der muslimischen Kinder Hühnchen), Brot und saisonales Gemüse sowie Käse und Äpfel. Danach gingen die Ritterknappen und zukünftigen Burgfräuleins gestärkt an ihre Arbeit: Am Tag 1 und 2 galt es der Knappschaft nach einführenden Erklärungen eine „Motte“ (Turmhügelburg) aus Ton, Karton und Holz zu bauen, einen Schutz für ihre Familie in unsicheren und gefährlichen Zeiten. An Tag 2 und 3 entwarfen die Kinder ihr eigenes Familienwappen und fertigten einen Schild aus Holz mit ihrem Wappen darauf an. In Ritterspielen und dem „Baumstamm-Wettkampf“ konnten die Kinder ihr Geschick, ihre Strategie und Technik sowie ihren Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen. In der thematisch angegliederten Mitmachaktion des Historischen Museums Bremerhaven lernten und „begriffen“ die Kinder, wie es im Mittelalter im adligen und bäuerlichen Stande zuging.

Zwei Gruppen, in höfische und bäuerliche Kleidung gehüllt, übten dort ein kleines Rollenspiel ein und tauchten ein in die Zeit vor 1000 Jahren. Am Freitag dann, nach dem großen ritterlichen Bankett, bereiteten sich die Kinder auf die Präsentation vor und bauten ihren Projektstand auf.



Tanz

„Jetzt bist Du schon wieder zu spät! Kannst du denn nicht einmal pünktlich sein?“ fragt mich meine Mutter. „Warum schaust du nicht einfach auf die Uhr?“ erkundigt sich meine Klassenlehrerin. „Ich habe doch die Zeit verlangsamt!“ sage ich entrüstet, „das habt ihr wohl noch gar nicht bemerkt, oder?!“

Die Zeit ist ganz schön geheimnisvoll. Man sie sie nicht sehen, berühren oder riechen, trotzdem ist die Zeit immer da und wir bewegen uns in ihr. Können wir sie auch verändern?

Mit diesen Fragen haben sich die Kinder während der Projektwoche auseinandergesetzt und versucht, sie in Bewegung zu übertragen. Sie bewegten sich mit Minuten und Sekunden, mit Takten und Schlägen, mit Rhythmus und Klängen. Sie tanzten langsam und schnell, manchmal auch gar nicht und reisten mit Spaß in Vergangenheit und Zukunft.



In einem Land vor unserer Zeit- Dinosaurier

Es haben sich insgesamt 15 Kinder für das Projekt Dinosaurier angemeldet. In der Projektwoche haben 13 Jungen und 2 Mädchen der Klassenstufen 3 und 4 sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Zu Beginn der Unterrichtseinheit haben die Kinder die unterschiedlichen Erdzeitalter kennen gelernt und wissen, dass Dinosaurier nur in den Zeiten der Trias, Jura und Kreide gelebt haben. Sie wissen, dass Dinosaurier nicht fliegen und schwimmen konnten. Diese Tiere heißen nämlich Saurier. Zudem haben die Kinder erfahren, welche Pflanzen zur Zeit der Dinosaurier wuchsen. Sie können die Unterschiede zwischen Echsenbecken und Vogelbecken erklären und haben mit Hilfe des Internets viele unterschiedliche Steckbriefe erstellt, welche sowohl Pflanzenfresser als auch Fleischfresser beinhalteten. Das Zusammensetzen von unterschiedlichen Dinosaurierbausätzen war das Highlight für viele Kinder. Mit Hilfe von Plakaten und Ausstellungstischen haben die Kinder am Ende der Projektwoche ihren Familien und Freunden eine tolle Präsentation ihrer erstellten Produkte geboten.



Indianer

Es wird der Tag kommen, an dem die Kinder des weißen Mannes sich wie Indianer kleiden und Perlenschnüre und Stirnbänder tragen werden. Aus dieser Generation werden unsere Ersten, wahren nicht indianischen Freunde hervorgehen. ( alte indianische Prophezeiung)

Die Umsetzung dieser Prophezeiung wurde von uns vom ersten Tag an verfolgt. Wir erfuhren, woher der Name „Indianer“ eigentlich kommt und gaben uns eigene Indianernamen, die jeweils mit unseren individuellen Eigenschaften in enger Verbindung standen z. B. schneller Blitz, schönes Herz, funkelnder Stern, usw.) und begannen mit der Arbeit an einem riesengroßen Tipi. Dieses Tipi wurde an jedem Tag mit neuen indianischen Zeichen wie dem Donnervogel oder mit indianischer Sprache gestaltet. Die Lektüre von „Kleine Wolke und Fliegender Pfeil“ halfen uns dabei, uns in das Leben der Indianer- Kinder hineinzuversetzen. Als kleine Krönung besuchten wir das Übersee- Museum in Bremen und erfuhren so noch viel über die unterschiedlichen Indianerstämme. Natürlich bastelten und bauten wir auch eine Indianerausrüstung mit Pfeil und Bogen, Tomahawk und ein Dorf der Prärieindianer. So ausgestattet hätte das Indianerleben erst so richtig losgehen können, doch da war die schöne Projektzeit leider schon vorbei. Schade, wir sind fast echte Blutsbrüder geworden…



Filmprojekt

Zu Anfang wurde gemeinsam mit den Kindern ein Jingle erstellt. Anschließend haben sie in kleinen Kamerateams zusammengearbeitet. Sie haben gelernt Interviews zu führen und dieses viele Male an ihren Mitschülern ausgetestet. Der Umgang mit verschiedenen Kameras ist ihnen dadurch vertraut geworden. Unter anderem haben die Kinder einen Fernsehsender besuchen dürfen und den Ablauf einer Sendung aktiv miterlebt. Die Rückmeldungen der Kinder waren nur positiv. Auch konnten einzelne Kinder neue Kompetenzen offenbaren, die sie als guten Moderator oder Kameramann auszeichnete. Die Kinder gingen so größtenteils mit einem höheren Sendungsbewusstsein in den Alltag der Schule zurück. Auch in Geduld mussten sich die Kinder üben, da manche Arbeitsprozesse langatmig und auch kleine technische Probleme nicht zu verhindern waren. Die Kinder haben viel gefilmt und eine Menge Material gesammelt. Daraus werden mehrere kleine Filmchen entstehen.



Im Land der Inuit

In dem Projekt „Im Land der Inuit“ haben 14 Kinder aus den Klassenstufen 1, 2, 3 und 4 zusammengearbeitet und eine Zeitreise in die Vergangenheit, die Gegenwart und Zukunft gemacht.

Nach Klärung der Begriffe Arktis und Inuit wurde ausführlich über die notwendige Kleidung der Inuit gesprochen und anschließend eine Inuit-Puppe gebastelt. Es wurden Geschichten und Lieder gehört und gesungen, ein Inukshuk gebastelt und Inuit-Zeichen gemalt. Besonders interessiert zeigten sich die Kinder an der arktischen Tierwelt. Der Film „Königreich Arktis“ hat uns gezeigt, welche Bedeutung der Rückgang des Eises für die Tierwelt hat. Ein Besuch im „Zoo am Meer“, in dem arktische Tiere zu sehen sind, fand bei den Kindern natürlich großen Anklang. Das Leben der Inuit hat sich stark verändert. Darüber wurde abschließend gesprochen.



So war es früher: Schule und Spiele

In diesem Projekt haben 14 Kinder eine Menge über die Schule vor etwa 150 Jahren erfahren. Am Montag besuchte die Gruppe die schulhistorische Sammlung in Bremerhaven. In einem „alten“ Klassenzimmer wurden zwei Stunden Unterricht durchgeführt. Die Kinder beeindruckte vor allem das „Anfangsgedicht“, welches im Klassenzimmer hing: „Hände falten, Schnabel halten, Kopf nicht stützen und Ohren spitzen“! Danach wurde mit einem Griffel auf einer Schiefertafel in Sütterlin geschrieben und auch in der Ecke stehen musste ein Schüler „üben“.

An den anderen Tagen blieb die Gruppe in der Schule. Dort wurde mit Feder und Tinte das Schreiben in Sütterlin weiter vertieft und auch Stationsarbeiten wurden erledigt. Zudem durften die Kinder jeden Tag in der Bewegungslandschaft Spiele von früher (Plumpsack, Fischer, Fischer etc.) ausprobieren. Aber auch alte Lieder, wie die „Vogelhochzeit“ oder „Auf einem Baum ein Kuckuck“ wurden einstudiert.



Auf Zeitreise mit dem Zauberschrank

13 Kinder haben in der Projektwoche das Buch „Der Feuerteufel“ von Andrea Winkler gelesen. Das Buch handelt von einer Zeitreise in die Zeit vor etwa 88 Jahren. Die Kinder fanden spannend, dass sie etwas über die Schule in der Zeit erfahren haben, die Sütterlin Schrift kennengelernt haben und nebenbei einem Brandstifter auf die Schliche gekommen sind. Die Kinder haben sich auch eine eigene Zeitreise ausgedacht und als Geschichte aufgeschrieben.

Ganz besonders spannend war der Besuch im schulhistorischen Museum in Bremerhaven. Dort konnten die Kinder hautnah miterleben, wie ein Schultag früher aussah. Sie waren erstaunt, dass sie zu Schulbeginn beten mussten, ihre Fingernägel vorzeigen mussten und dass der strenge Lehrer einen Rohrstock hatte. Das Schreiben mit Griffel und Schiefertafel fanden sie sehr interessant.

Viel Freude hat ihnen bereitet, dass sie Spiele, die Kinder früher gespielt haben in unserer Sporthalle, ausprobieren konnten. Sie hatten Spaß beim Kegeln, Bankkämpfen und Seilspringen. Einige Stunden der Projektwoche haben wir mit dem Üben der Sütterlin-Schrift verbracht. Am Ende konnte jedes Kind seinen Namen mit Gänsefeder und Tinte in Sütterlin-Schrift schreiben.



Abschlussbericht zur Projektwoche 2016 GFS

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der Förderverein "Freunde der Gorch-Fock-Schule"

Sie finden hier eine Beitrittserklärung zum Download.


Lernwerkstatt

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